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Mario Geisenhanslüke, Entwicklungsredakteur der „Mittelbayerischen Zeitung“ (Foto: Micha Matthes)
Mario Geisenhanslüke, Entwicklungsredakteur der „Mittelbayerischen Zeitung“ (Foto: Micha Matthes)

Mario Geisenhanslüke

Entwicklungsredakteur der „Mittelbayerischen Zeitung“

Wichtigste Stationen?
– Studium der Kommunikationswissenschaft an der Universität in Hohenheim
– Freier Mitarbeiter u.a. in der Sportredaktion der „Stuttgarter Zeitung“
– Diverse Praktika; u.a. Unternehmenskommunikation Bertelsmann, dpa Berlin, „Regio TV“ Bodensee
– Volontariat bei der „Mittelbayerischen Zeitung“ (MZ) in Regensburg
– Seit Januar 2016 Redakteur bei der MZ und seit April in der neu gegründeten Entwicklungsredaktion

Auf welche Geschichte sind Sie besonders stolz?
Eine Multimediareportage über einen „Milchbauer(n) zwischen Dorf und Weltmarkt“, den der sinkende Milchpreis an den Rand der Existenz bringt. Für dieses Projekt haben meine Kollegin Andrea Rieder und ich viel recherchiert und unsere Protagonisten an einem ihrer 14-Stunden-Tage begleitet – mit iPhones, Kameras, Mikros, aber auch Block und Stift bewaffnet. Aus dem Material haben wir dann in zwei Tagen eine Digital-Reportage und eine völlig davon unabhängige Printversion in die Spur gebracht.

Was planen Sie als nächstes?
Den gut klingenden Begriff „editorial innovation“ mit Leben füllen! Kommende Projekte werden sich auf jeden Fall auch um die Themen VR und 360-Grad-Foto/Video drehen und die damit verbundene Frage: Wie kann so neuartiges und besseres Storytelling betrieben werden? Da stellen sich ganz spannende Fragen: inhaltliche (Was eignet sich? Wie erzähle ich so Geschichten?), technische (Welches Equipment? Welche Plattformen?), rechtliche (ein 360-Grad-Foto zeigt nun einmal alles). Außerdem sind wir seit geraumer Zeit auf Snapchat (als „mzdigital“) unterwegs und versuchen, diesen gelben Geist und seine Nutzer zu verstehen. Dazu kommen die üblichen Verdächtigen an Themen: von Roboterjournalismus über Bots bis zu neuen Erzählformaten. In unserem Trello-Board gibt es daher den Punkt „Brainstorm-Wunschliste“ – mit Betonung auf dem zweiten Teil.

Wie würden Sie gerne in zehn Jahren arbeiten?
In einem Team, in dem Spezialisten für alle journalistischen Teilbereiche (und das werden 2026 viele sein) versammelt sind – so, dass wir gemeinsam, von der Recherche bis zur Erzählweise, bedeutende Geschichten ans Tageslicht bringen und erzählen können. Außerdem hätte ich gerne ein Holodeck statt eines Schreibtisches!

Welcher gute Rat hat Ihnen in ihrer Laufbahn besonders weitergeholfen?
Diesen einen schlauen Rat gab es eigentlich nicht – dafür aber viele Menschen, von denen ich lernen durfte und lernen darf.

Welche/r Kollege/in hat Ihnen besonders geholfen?
– Thomas Haid, Sportredakteur bei der „Stuttgarter Zeitung“: Er war mehr als zwei Jahre lang mein Mentor in der Sportredaktion.
– Bei der „Mittelbayerischen“ sehr viele Kollegen: besonders aber Christine Schröpf (die beste „Volo-Mama“) und Holger Schellkopf (ich bin erst im Volo durch seine nicht immer entspannte Online-Redaktionsschule gegangen; jetzt basteln wir gemeinsam an der digitalen Zukunft).

Warum tun Sie eigentlich, was Sie tun?
Ich wollte schon immer Journalist werden und kann mir weiterhin nichts vorstellen, das spannender und interessanter wäre – vor allem nicht, wenn ich jeden Tag an der digitalen Zukunft basteln darf.

Außerdem wurden Die Top 30 bis 30 des Jahres 2016 ausgezeichnet: