Das ist eine beta-Version
Lazar Backovic, Leitender Redakteur bei „Impulse“ (Foto: Ulla Deven)
Lazar Backovic, Leitender Redakteur bei „Impulse“ (Foto: Ulla Deven)

Lazar Backovic

Leitender Redakteur bei „Impulse“

Wichtigste Stationen?
– Kassel (niemals vergessen, wo man herkommt!): Anfänge bei der „Hessisch / Niedersächsischen Allgemeinen“ unter Ines Pohl
– Bremen: erster Radiojob als Ostfrieslandreporter für Hit Radio Antenne, wahnsinnig viel gelernt, wahnsinnig viel gelacht
– Washington: Drei Tage pro Woche Journalismus- und Politikstudium, die anderen beiden Tage Praktikum – ein Semester lang beim Washington Independent, ein anderes bei n-tv. Im Anschluss: Praktikum bei Al Jazeera English
– Hamburg: Henri-Nannen-Schule mit Stationen bei der „FTD“, „Capital“, „Spiegel“ und Spiegel Online, wo ich nachher auch als Redakteur im Ressort einestages gearbeitet habe

Auf welche Geschichte sind Sie besonders stolz?
– Mehrteilige Serie auf Spiegel Online zur Verfolgung Homosexueller in der BRD nach §175 Strafgesetzbuch (zusammen mit den Kollegen Sara Maria Manzo und Martin Jäschke)
– Porträt über einen transsexuellen Teenager auf Spiegel Online
– „Impulse“-Titelgeschichte zum Thema Scheitern

Was planen Sie als nächstes?
Eine Balkantour mit meiner Frau.

Wie würden Sie gerne in zehn Jahren arbeiten?
Mit viel Zeit für tiefe und aufwendige Recherchen.

Welcher gute Rat hat Ihnen in Ihrer Laufbahn besonders weitergeholfen?
„Stellen Sie sich vor, Sie müssen die Geschichte später laut vorlesen“ (stammt zwar aus meiner Zeit beim Inforadio, macht aber auch viele Printtexte besser).

Welche(r) Kollege/in hat Ihnen besonders geholfen?
– Meine Chefredaktion – Nikolaus Förster, Antonia Götsch und Jonas Hetzer – weil sie mir jeden Tag wahnsinnig viel Freiraum gibt.
– Horst von Buttlar war für mich während meiner Ausbildung an der Nannenschule wie ein Mentor und hat daran geglaubt, dass ein Politikwissenschaftler auch Wirtschaftsmagazingeschichten schreiben kann.
– Jochen Markett, Marcus Nicolini und Astrid Csuraji (Journalistenakademie der KAS): „Keiner kommt mehr“ – so hieß meine erste Reportage auf einem Journalistenseminar in Oldenburg, das die drei geleitet haben. Der Text handelte von der Finanzkrise im horizontalen Gewerbe. Meine späteren Artikel waren deutlich ernsthafter, aber: Vielleicht hat das ja meine Begeisterung für Wirtschaftsgeschichten entfacht. 😉

Warum tun Sie eigentlich, was Sie tun?
Weil Journalismus die wahrscheinlich charmanteste Art ist, sich und seine Mitmenschen um eine Erkenntnis reicher zu machen.

Außerdem wurden Die Top 30 bis 30 des Jahres 2016 ausgezeichnet: